Was ist Cashflow und warum ist es so wichtig?
Cashflow ist nicht dasselbe wie Gewinn. Das ist der Knackpunkt, den viele Freiberufler übersehen. Du kannst profitabel sein und trotzdem Zahlungsschwierigkeiten haben — weil das Geld nicht zur richtigen Zeit ankommt.
Dein Cashflow zeigt, wie viel liquide Mittel Du tatsächlich zur Verfügung hast. Wenn Deine Kunden 60 Tage Zahlungsziel haben, Du aber Deine Lieferanten nach 14 Tagen bezahlen musst, entsteht eine Lücke. Diese Lücke ist gefährlich — und sie ist managebar, wenn Du weißt, wie.
Der kritische Punkt: Viele Freiberufler sehen erst zu spät, dass ihre Rechnungen nicht bezahlt wurden. Dann ist es für Planung zu spät.
Schritt 1: Deine Einnahmen richtig prognostizieren
Realistische Prognosen sind das Fundament. Das heißt nicht, optimistisch zu sein — das heißt, ehrlich zu sein.
Schau Dir die letzten 12 Monate an. Welche Projekte waren regelmäßig? Welche waren einmalig? Welche Kunden zahlen pünktlich, welche brauchen Mahnungen? Diese Details brauchst Du. Rechne nicht mit Deinen besten Monaten — rechne mit dem Durchschnitt.
Sammle echte Daten: Letzte 12 Monate, durchschnittliche Projektgröße, durchschnittliche Zahlungsverzögerung.
Berücksichtige Saisonalität: Wenn Du weiß, dass im August weniger Arbeit kommt, plane das ein.
Sei konservativ: Wenn Du unsicher bist, rechne mit weniger, nicht mit mehr.